Günstige Alltagshilfe-Software: Was sie wirklich kostet — und wann Excel noch reicht
Spezialisierte Software für Alltagshilfe und Betreuungsdienste kostet 29 bis rund 90 € pro Monat (Stand 07/2026). Klassische ambulante Pflegesoftware liegt bei 299 € und mehr — plus bis zu 999 € Einrichtung. Wir rechnen die echten Gesamtkosten über drei Jahre vor, zeigen versteckte Kosten und sagen, wann Excel noch genügt.
Das Wichtigste in Kürze
- 29–89 €
- pro Monat, spezialisierte Lösungen
- Aldor, DMRZ.de, Kilanka, fortytools — Stand 07/2026
- 299 €
- pro Monat, klassische Pflegesoftware
- z. B. CareSocial ambulant, zzgl. MwSt.
- 0–999 €
- Einrichtung, einmalig
- je nach Anbieter — immer mitrechnen
- 36 Monate
- Vergleichszeitraum
- Gesamtkosten statt Einstiegspreis
Rechner
Rechnet sich eine Software für Ihren Betrieb?
Der Rechner vergleicht die Verwaltungszeit pro Einsatz heute mit dem Software-Szenario — und stellt die Ersparnis den Abo-Kosten gegenüber.
Werte = Ihre Annahmen; Voreinstellungen basieren auf typischen Alltagshilfe-Betrieben.
Gesparte Verwaltungszeit
23,2 Std./Monat
Zeit, die heute in Zettel, Abtippen und Rechnungen fließt — nicht in Betreuung und neue Klienten.
- Netto-Nutzen pro Monat
- 550 €
Die Software zahlt sich ab Tag 1 — schon der erste Monat deckt Abo und Umstellungsaufwand.
Die Software zahlt sich ab dem 2. Monat — dann ist der einmalige Umstellungsaufwand wieder verdient.
Kostet mehr, als es spart
Bei diesen Annahmen kostet die Software mehr, als sie spart. Sie rechnet sich ab etwa 1 Einsätzen pro Helfer und Woche — oder mit mehr eingesparten Minuten pro Einsatz.
Mit diesen Werten kann sich keine Software rechnen — prüfen Sie die Helfer-Anzahl und die Minuten-Annahmen oben.
Annahme für die Amortisation: einmaliger Umstellungsaufwand von ca. 8 Std. (Einrichtung, Stammdaten übernehmen, Team einweisen) ≈ 200 €.
Aufs Jahr gerechnet: 6.952 € Ersparnis − 348 € Softwarekosten = 6.604 € Netto-Nutzen.
Was kostet Alltagshilfe-Software?
Zwischen 29 und rund 90 € pro Monat, wenn die Lösung auf Angebote zur Unterstützung im Alltag (§ 45a/45b SGB XI) zugeschnitten ist — Aldor startet bei 29 €, DMRZ.de bei 59,99 €, Kilanka bei 79 € (alle Stand 07/2026). Klassische Pflegesoftware für ambulante Pflegedienste kostet dagegen ab 299 € pro Monat zzgl. MwSt., dazu kommen bei manchen Anbietern 999 € Ersteinrichtung und 24 Monate Mindestlaufzeit.
Einstiegspreise am Markt
Aldor (Starter) pauschal bis 30 aktive Klienten, monatlich kündbar
ab 29 €
DMRZ.de (Pflege Basic) zzgl. MwSt.; darüber 0,8 % je Euro über 10.000 € Abrechnungsvolumen/Monat
59,99 €
Kilanka bis 5 Mitarbeiter, zzgl. MwSt.; je weiterer Mitarbeiter 10 €/Monat
79 €
fortytools (zvoove) keine öffentliche Preisliste — Einstiegspreis laut Vergleichsportalen
ab 89 €
CareSocial (ambulant) zzgl. MwSt.; einmalig 999 € Ersteinrichtung
299 €
Monatliche Einstiegspreise für Software, mit der Betreuungsdienste planen, dokumentieren und abrechnen (netto).
Quellen: Preislisten bzw. Websites der Anbieter · Stand 07/2026, Angaben ohne Gewähr
Die Spanne erklärt sich nicht durch Qualität, sondern durch Zuschnitt: Ein Betreuungsdienst braucht Dienst- und Tourenplanung, saubere Leistungsnachweise und die Abrechnung des Entlastungsbetrags von 131 € pro Monat (§ 45b SGB XI, seit 01.01.2025) mit der Pflegekasse. Medikationspläne, Behandlungspflege nach SGB V oder Pflegeprozessdokumentation braucht er nicht — genau diese Module machen klassische Pflegesoftware teuer.
Die drei Preismodelle am Markt
Hinter den Einstiegspreisen stecken drei Abrechnungslogiken — und die entscheiden, was Sie in zwei Jahren zahlen:
- Pro Mitarbeiter: Kilanka berechnet 79 € Grundpreis für bis zu 5 Mitarbeiter, danach 10 €/Monat je weiterem (Stand 07/2026, zzgl. MwSt.). Bei 12 Mitarbeitern sind das 149 €/Monat — jede Einstellung verteuert die Lizenz.
- Prozent vom Rechnungsvolumen: DMRZ.de nimmt im Tarif Pflege Basic 59,99 €/Monat und zusätzlich 0,8 % jedes Euros über 10.000 € monatlichem Abrechnungsvolumen (Stand 07/2026). Bei 15.000 € Volumen zahlen Sie also 59,99 € + 40 € = 99,99 €/Monat zzgl. MwSt. — die Gebühr wächst mit Ihrem Umsatz, nicht mit Ihrem Nutzen.
- Pauschale je Betrieb: Ein Fixpreis, unabhängig von der Teamgröße. Aldor rechnet so ab — nach aktiven Klienten statt nach Helfern: Der Starter-Plan kostet 29 €/Monat bis 30 aktive Klienten, bei 40 Klienten 44 €/Monat (je 1,50 € pro weiterem Klienten). Helfer-Konten bleiben unbegrenzt kostenlos.
Gesamtkosten über drei Jahre
Der Einstiegspreis ist Werbung, die Gesamtrechnung ist Wahrheit. Vergleichen heißt: 36 Monatspreise plus Einrichtung plus alle Pakete, ohne die der Betrieb nicht läuft — bei DMRZ.de etwa das Silber-Servicepaket für 9,99 €/Monat zzgl. MwSt., ohne das es keinen Telefonsupport gibt (Stand 07/2026).
Gesamtkosten statt Einstiegspreis
Aldor Starter keine Einrichtung, Support und Helfer-App inklusive
1.044 €
DMRZ.de Basic + Silber Telefonsupport nur per Servicepaket; zzgl. 0,8 % über 10.000 € Volumen/Monat
2.519,28 €
Kilanka Grundpreis bis 5 Mitarbeiter; ab dem sechsten je 10 €/Monat zusätzlich
2.844 €
CareSocial ambulant 24 Monate Mindestlaufzeit, automatische Verlängerung um 12 Monate
11.763 €
Gesamtkosten über 36 Monate: Softwarelizenz, einmalige Einrichtung und nötige Servicepakete. Volumenabhängige Gebühren und Preiserhöhungen während der Laufzeit sind nicht eingerechnet.
Quellen: öffentliche Preislisten der Anbieter · Stand 07/2026, Angaben ohne Gewähr, netto zzgl. MwSt.
Die Balken sind bewusst konservativ gerechnet: Für DMRZ.de fehlt die 0,8-%-Volumengebühr (ein Betrieb mit 15.000 € Monatsvolumen zahlt über 36 Monate zusätzlich 1.440 €), für Kilanka jeder Mitarbeiter ab dem sechsten, und Preiserhöhungen während der Laufzeit stehen in keiner Preisliste. Der reale Abstand ist also eher größer als im Diagramm.
Versteckte Kosten erkennen
Versteckt heißt selten „geheim“ — die Posten stehen in Preislisten und AGB, nur eben nicht in der Werbung. Drei Beispiele aus veröffentlichten Preislisten (Stand 07/2026): CareSocial berechnet 999 € Ersteinrichtung und bindet 24 Monate mit automatischer Verlängerung um 12 Monate, kündbar nur 3 Monate vor Ablauf. DMRZ.de verkauft Telefonsupport als Servicepaket (3,99 bis 24,99 €/Monat zzgl. MwSt.) — und berechnet für Korrekturabrechnungen erneut 0,8 % der Bruttorechnungssumme. Fragen Sie deshalb vor jeder Unterschrift:
Checkliste
Preisfragen vor dem Vertrag
-
Was kostet die Einrichtung einmalig?
Die Spanne reicht von 0 € (Aldor, Kilanka) bis 999 € (CareSocial) — Stand 07/2026.
-
Ist telefonischer Support inklusive?
Bei DMRZ.de kostet Telefonsupport extra: Silber-Servicepaket ab 9,99 €/Monat zzgl. MwSt.
-
Wie lange bindet der Vertrag?
Von monatlich kündbar bis 24 Monate mit automatischer Verlängerung um 12 Monate.
-
Wächst der Preis mit dem Team?
Pro-Mitarbeiter-Modelle verteuern jede Einstellung — z. B. 10 €/Monat je Mitarbeiter ab dem sechsten.
-
Gibt es volumenabhängige Gebühren?
Ein Prozentsatz vom Rechnungsvolumen skaliert mit Ihrem Umsatz — bei DMRZ.de 0,8 % je Euro über dem Inklusivvolumen (Basic-Tarif).
-
Kostet die mobile App extra?
Die Helfer-App ist Kern der täglichen Arbeit — sie gehört in den Grundpreis, nicht in ein Zusatzmodul.
-
Was kosten Schulungen?
Manche Anbieter berechnen Online- und Vor-Ort-Schulungen nach Stundensatz — vorab schriftlich anfragen.
-
Was kosten Korrekturen?
Korrekturabrechnungen kosten bei Abrechnungsdiensten erneut Gebühren — bei DMRZ.de 0,8 % der Bruttosumme im Basic-Tarif.
Jede Frage, die der Anbieter nur mündlich beantwortet, gehört schriftlich ins Angebot. Verlangen Sie die vollständige Preisliste, bevor Sie unterschreiben.
Excel oder Software?
Die Antwort zuerst: Nicht jeder Betreuungsdienst braucht sofort Software. Wer allein arbeitet, eine Handvoll Klienten betreut und überwiegend Privatrechnungen stellt, kommt mit Excel und einer sauberen Leistungsnachweis-Vorlage zurecht. Teuer wird Handarbeit erst, wenn Kassenabrechnung und Team zusammenkommen.
Arbeiten Sie solo und rechnen überwiegend privat ab?
- Ja Excel reicht fürs Erste Wenige Klienten, Privatrechnungen, keine Pflegekasse: Eine gute Leistungsnachweis-Vorlage genügt — das Geld für Software können Sie sich noch sparen.
- Nein Software rechnet sich schnell Mehrere Helfer, monatliche § 45b-Abrechnung, Abtretungen und Budgetstände: Ab hier kostet Handarbeit mehr Bürozeit, als eine Lizenz je kosten würde — siehe Musterrechnung.
Der Umstieg lohnt nicht ab einer bestimmten Betriebsgröße, sondern ab der ersten regelmäßigen Kassenabrechnung mit mehreren Helfern.
Beispielrechnung
Musterrechnung: Excel gegen Software, ein Monat Verwaltung
Betreuungsdienst mit 4 Helfern und rund 35 Klienten, monatliche Abrechnung mit den Pflegekassen.
- Verwaltung mit Excel und Papier Dienstplan 13 Std. · Leistungsnachweise übertragen 9 Std. · Rechnungen und Kassenabrechnung 6 Std.
- 28 Std.
- Verwaltung mit Software Einsatz → Leistungsnachweis → Rechnung ohne Doppelerfassung
- 10 Std.
- Gesparte Bürozeit pro Monat
- 18 Std.
- Bewertet mit 25 €/Std. Verwaltungskosten
- 450,00 €
- Softwarekosten (Aldor Starter, Stand 07/2026)
- − 29,00 €
- Netto-Entlastung pro Monat
- 421,00 €
Alle Stundenwerte sind Annahmen, keine Richtwerte. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen: Der ROI-Rechner oben lässt jede Annahme einzeln anpassen — auch gegen die Software.
Anbieter im Preisvergleich
Alle Zahlen stammen aus öffentlichen Preislisten und Anbieter-Websites; wo ein Anbieter keinen Preis veröffentlicht, steht ein Strich. Entscheidend ist neben dem Preis der Zuschnitt: Ist die Lösung für § 45a/45b-Alltagshilfe gebaut — oder eigentlich für ambulante Pflegedienste?
- 1fortytools veröffentlicht keine Preisliste; Einstiegspreis laut Vergleichsportalen (z. B. softwareabc24.de), Stand 07/2026 — maßgeblich ist das individuelle Angebot.
- 2DMRZ.de ist eine Abrechnungsplattform: § 45b-Leistungen lassen sich einreichen, Dienstplanung und mobile Dokumentation sind nicht der Kern des Angebots.
Stand 07/2026, Angaben ohne Gewähr — Preise laut öffentlichen Preislisten und Anbieter-Websites, netto zzgl. MwSt.
Funktionen im Detail vergleichen wir im Vergleich der Betreuungsdienst-Software und in der Gegenüberstellung mit klassischer Pflegesoftware. Wie sich Aldor konkret von Kilanka unterscheidet, zeigt die Kilanka-Alternative im Detail.
Was Aldor kostet
Aldor kostet 29 € (Starter), 49 € (Pro) oder 69 € (Max) pro Monat — Stand 07/2026, bei jährlicher Zahlung 23, 39 bzw. 55 €/Monat. Jeder Plan enthält die ersten 30 aktiven Klienten; darüber kostet jeder weitere Klient 1,50 bis 3,30 € monatlich je nach Plan. Abgerechnet wird nach Klienten, nicht nach Team: Helfer-Konten sind unbegrenzt und kostenlos — eine Neueinstellung ändert Ihre Rechnung nicht.
Schon im Starter-Plan enthalten: Dienst- und Tourenplanung, digitale Leistungsnachweise, die Helfer-App mit digitaler Unterschrift des Klienten und die Abrechnung mit der Pflegekasse — inklusive Abtretungserklärung, Umwandlungsanspruch und Verhinderungspflege. Es gibt keine Einrichtungsgebühr und keine Mindestlaufzeit: Support, Updates, die App und alle Servicepakete sind im Preis. Die vollständige Übersicht steht auf der Preisseite, den Funktionsumfang zeigt die Alltagshilfe-Software im Überblick.
Häufige Fragen
Was kostet Software für die Alltagshilfe?
Zahlt man pro Nutzer, pauschal oder prozentual?
Welche versteckten Kosten gibt es bei Pflegesoftware?
Ab wann lohnt sich der Umstieg von Excel?
Warum ist klassische Pflegesoftware so viel teurer?
Was kostet Aldor?
Quellen
- Kilanka — Preise (Anbieter-Website)
- DMRZ.de — Preisliste Tarife Pflege (PDF)
- CareSocial — Pflegesoftware monatlich (Shop, Preise und Vertragsbedingungen)
- fortytools by zvoove — Hilfe-Center: Tarife
- softwareabc24 — fortytools: Bewertungen, Preise und Features
- § 45b SGB XI — Entlastungsbetrag (Gesetze im Internet)
- § 45a SGB XI — Angebote zur Unterstützung im Alltag (Gesetze im Internet)
Über den Autor
Mitgründer · Geschäftsführer
Mitgründer und Geschäftsführer von Aldor. Schreibt hier über Software für die Alltagshilfe, Vergleiche und einen gut organisierten Betrieb.
Profil ansehenDieser Beitrag gibt den Stand vom 2. Juli 2026 wieder und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Gesetzliche Beträge und Regelungen ändern sich — im Zweifel gilt die Auskunft der Pflegekasse oder der zuständigen Landesbehörde.
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Eine Demo dauert maximal 30 Minuten. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Funktionen.